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08.02.2010Vor etwas über einem Jahr berichtete ich über ein Problem in den 32-Bit-Versionen von Windows Vista, das bei DHCP-Clients dazu führte, dass das Standardgateway falsch auf 0.0.0.0 eingestellt wurde, wenn der Computer aus Standby oder Ruhezustand zurückkehrt. Das Problem trat bei mir auf, wenn der Client eine 100 MBit-Anbindung ans Netzwerk hatte und der Server eine GBit-Anbindung. Laut diversen Berichten im Internet tritt das Problem auch noch unter Windows 7 auf. Vorige Woche erreichte mich ein interessantes Mail dazu von Marco Stroppel. Ich möchte vorausschicken, dass ich die Aussagen technisch nicht geprüft habe, aber sie klingen für mich so plausibel, dass ich sie den geschätzten Lesern dieses Blogs nicht vorenthalten möchte. Außerdem finden sich ähnliche Berichte zuhauf im Internet (interessanterweise vor allem auf Russisch). Anscheinend wird das Problem gar nicht von Windows selbst, sondern vom sogenannten mDNSResponder im Bonjour-Stack ausgelöst, einem Apple-eigenen Protokoll, das zur Erkennung diverser Netzwerkgeräte dient. Bonjour wird mit verschiedenen Produkten automatisch installiert. Die bekanntesten sind unter anderen Apple iTunes, Apple Safari und Adobe Photoshop CS3. iTunes verwendet das Protokoll z. B. zum Streamen von Musik über das Netzwerk. Um zu prüfen, ob Bonjour installiert ist, reicht es, unter c:\program files (bzw. Programme) nach einen gleichnamigen Ordner zu suchen. In vielen Fällen reicht es, Bonjour über den normalen Weg über die Systemsteuerung zu deinstallieren. Sollte das nicht möglich sind, wird man Bonjour auch so los: - Das Programm Dienste (Services bzw. Services.msc) mit administrativen Rechten öffnen und den Bonjour-Dienst beenden.
- Die folgenden Befehle in einer Eingabeaufforderung mit administrativen Rechten ausführen:
c: cd %programfiles%\bonjour mdnsresponder –remove ren mdnsnsp.dll mdnsnsp.old - Bonjour-Ordner löschen.
- Danacht evt. den Computer noch neu starten.
Marco Stroppel schreibt, dass dies das Problem löst. Sollte jemand andere oder zusätzliche Beobachtungen gemacht haben, freue ich mich über ein Feedback an Roman.Korecky@ntx.at. 05.01.2010Ich setze auf meinem Notebook nun seit mehr als 2 Wochen die Beta von Office 2010 produktiv ein. Hier möchte ich einmal meine ersten Erfahrungen zusammenfassen. Weder Word noch Excel sind mir besonders positiv oder negativ aufgefallen. Keine Abstürze, aber auch keine herausragenden Funktionen. An Excel stört mich nur, dass bestimmte eingelernte Tastenkombinationen (z. B. STRG + P, ALT + K um die aktuelle Markierung zu drucken) nicht mehr funktionieren. An die vielgelobte Backstage-View (Menü Datei) habe ich mich noch nicht gewöhnt. Keinen Fortschritt kann ich bei der Oberfläche der Office-Anwendungen ausmachen. Das Menüband ist immer noch oben fixiert, was angesichts des nun schon jahrelangen Trends zum Breitbildschirm mehr als anachronistisch wirkt. Da war Office 2003 noch besser auf aktuelle Bildschirme anpassbar. Das Menüband lässt sich nun eingeschränkt anpassen. Es lassen sich ganze Funktionsleisten und –gruppen ausblenden und die Reihenfolge ändern. Ob das den Helpdesks wirklich hilft, wage ich zu bezweifeln. Umgekehrt würden sich die Benutzer sicher noch weitgehendere Anpassungsmöglichkeiten wünschen. Hier setzt sich Microsoft also gekonnt zwischen die Stühle. Besonders ärgerlich finde ich, dass es nach wie vor nicht möglich ist, Paletten (z. B. Farbpaletten) aus dem Menüband herauszuziehen und permanent am Bildschirm zu verankern. Diese Funktion war zumindest in den Office-Versionen 4.0 bis 2003, also mehr als 15 Jahre sehr wohl möglich und erleichterte z. B. das Einfärben von Powerpoint-Präsentationen gewaltig. Die radikalsten Veränderungen hat wohl Outlook erfahren. Die Unterstützung für mehrere Exchange-Konten in verschiedenen Organisationen war schon überfällig und tröstet mich über den nach wie vor sehr wackelhaften IMAP4-Support hinweg. Bye, bye IMAP4! Jetzt muss das nur noch Windows Mobile lernen. Die Oberfläche von Outlook 2010 ist hingegen gründlich misslungen. Das Menüband ist eine wilde Aneinanderreihung unzusammenhängender Funktionen. Mit dieser Meinung bin ich nicht alleine. Der bekannte IT-Journalist Georg Holzer, twitterte heute: “Das ist logisch ... Will man in Outlook 2010 alle Ordner exportieren, muss man "importieren" wählen :-)” Genauer gesagt, die Export-Funktion findet man Datei, Öffnen, Importieren…! Jeder weitere Kommentar erübrigt sich. Nur noch eines: Die Kategorien können immer noch nicht exportiert und importiert werden, was bis Outlook 2003 mit Tricks problemlos möglich war. Da die Kategorien im jeweiligen Mail-Konto gespeichert werden, ist das besonders bei der Verwendung mehrerer Exchange-Konten extrem lästig. Jahrelang habe ich mir eigene Ansichten in Outlook definiert. Diese Arbeit scheint nun verloren zu sein. Denn wie ich meine definierten Ansichten verwende, blieb mir in zwei Wochen verborgen. [Update: Kollege Schindler hat mir gerade erklärt, wie man auf die Ansichten zugreift. Ansicht, Ansicht ändern. Nicht einmal so unlogisch :-)] Der absolute Hammer: Microsoft nimmt sich offensichtlich das iPhone zum Vorbild und lässt das Kopieren von Terminen in Outlook 2010 nicht mehr zu! Klar, mit gehaltener STRG-Tasten kann man einen Termin innerhalb von ein paar Wochen schon kopieren. Aber, wie kopiere ich einen Termin z. B. von Jänner auf August? Und einen reproduzierbaren Absturz gibt es auch: Man ordne seine Kontakte nach Kategorie gruppiert an, klicke dann auf einen der Kategorietitel, um alle Kontakte dieser Kategorie zu markieren. Dann klicke ich auf Kategorisieren, um diesen Kontakten, eine andere Kategorie zuzuweisen – crash! Eine Enttäuschung sind die Social Connectors. Sie sollen Informationen zum Absender einer Mail in verschiedenen sozialen Netzwerken anzeigen. Derzeit wird jedoch nur SharePoint 2010 unterstützt, nicht einmal das hauseigene SharePoint 2007, von Facebook, Twitter, Xing & Co ganz zu schweigen. Liebe Microsoft, so schwer kann das doch nicht sein, wie man an der Flut an Facebook- und Twitter-Clients sieht! Rate ich deshalb von Office 2010 ab? Betonen muss man schon, dass es sich noch um ein Beta-Produkt handelt. Speziell bei den Social Connectors und den Abstürzen kann sich bis zum Release noch einiges ändern. Enttäuschend finde ich die Oberfläche, weil Microsoft offensichtlich nichts aus Office 2007 gelernt hat, ja einige Fehler sogar noch verschlimmert hat. Funktional wird es wohl aber keine Alternative zu Office 2010 geben, speziell im Zusammenspiel mit SharePoint 2010. Jedenfalls gibt es noch genug Raum für Verbesserungen in Office 2014. 14.12.2009
EInes der heißesten Features von Windows Server 2008 R2 ist sicher die sogenannte Live Migration in Hyper-V. So, das waren jetzt viele Buzz-Words auf einmal.
Begriffe kurz erklärt: Hyper-V, Migration, Clustering
Was ist Hyper-V? Hyper-V ist eine Technologie, mit der sich Computer virtualisieren lassen und die in ab Windows Server 2008 enthalten ist. Virtualisieren bedeutet, dass man viele “virtuelle” Computer auf einem physischen Computer laufen lassen kann, jeder davon mit eigener virtueller Hardware und eigenem Betriebssystem.
Von Migration spricht man bei virtuellen Maschinen dann, wenn eine solche Maschine von einem physischen Computer auf einen anderen verschoben wird. Bei der Quick Migration, die schon Windows Server 2008 beherrschte, wird dazu der RAM-Inhalt in eine Datei geschrieben (ähnlich dem Ruhezustand), dann die Kontrolle über den Datenspeicher der anderen physischen Maschine übergeben, die die virtuelle Maschine bei sich einrichtet und wiederherstellt. Je nach RAM-Größe und Geschwindigkeit des Datenspeichers kann das doch etliche Sekunden dauern.
Bei der Live Migration wird hingegen der RAM der virtuellen Maschine nicht mehr in eine Datei gespeichert, sondern direkt über das Netzwerk übertragen. Es kommt zu keiner Betriebsunterbrechung mehr.
Beide Migrationsmethoden setzen voraus, dass mindestens zwei physische Maschinen vorhanden sind, die in einem Failover-Cluster zusammengeschaltet sind. Ein solcher Cluster benötigt dazu noch einen gemeinsamen Datenspeicher, sodass beide Maschinen gleichwertig auf die Daten zugreifen können. Fällt eine Maschine in einem Cluster aus, übernimmt automatisch die andere Maschine die Aufgaben des Clusters. Clustering ist ein Feature der teuren Enterprise- und Datacenter-Versionen von Windows Server und ist seit mehr als 10 Jahren verfügbar. Früher hat man vor allem einzelne Anwendungen wie Exchange und SQL Server geclustert. Heute werden zunehmen nur mehr die virtuellen Maschinen geclustert. Die Anwendungen laufen dann in den virtuellen Maschinen, was nur wenig Geschwindigkeit kostet, aber viel einfacher einzurichten und zu administrieren ist.
Clustering gratis
Aufgrund der hohen Kosten für die Hardware und Lizenzen war Clustering bisher vor allem großen Unternehmen vorbehalten. Doch auch kleinere Unternehmen mit wenig IT-Budget brauchen nicht selten die Hochverfügbarkeit von bestimmten oder allen Server-Anwendungen. Und hier kommt die sensationelle Nachricht: Microsoft bietet nun eine bestimmte, aber sehr brauchbare Cluster-Lösung kostenlos an: Den Hyper-V Server 2008 R2. Dabei handelt es sich um einen vorkonfigurieren Server auf Basis des Windows Server 2008 R2 Enterprise Edition Core, das heißt ohne grafische Benutzeroberfläche. Für die komfortable Administration benötigt man zusätzlich noch einen Computer Windows Vista Business, Windows 7 Professional oder besser. Dies sollte aber auch in kleinen Unternehmen kein großes Problem darstellen.
Dieser kostenlose Hyper-V Server unterstützt Clustering und Live-Migration. Damit kann man ohne zusätzliche Lizenzkosten jede virtuelle Maschine hochverfügbar machen.
Damit wird es erstmals auch interessant, dezidierte KMU-Lösungen wie z. B. den Windows Small Business Server 2008 hochverfügbar zu machen.
Wann rechnet sich Hochverfügbarkeit mit Clustering?
Doch rechnet sich der Aufwand für die zusätzliche Hardware überhaupt mit ein kleines Unternehmen mit schmalem Budget? Ich habe hier einmal zwei Lösungen verglichen (alle Preisangaben völlig unverbindlich exkl. MWSt.):
1-Server-Lösung
Ein Dell PowerEdge R410 mit Festplatten als RAID 1, redundantem Netzteil, 2 CPUs, 8 GB RAM und geschäftskritischem Service-Vertrag kostet ca. € 2.411.
Hochverfügbare Cluster-Lösung
- 2 Stück Dell PowerEdge R200 mit jeweils einem Prozessor, einer Festplatte, zwei Netzwerkkarten (davon eine 4-Port-Karte) und 8 GB RAM und Service am nächsten Arbeitstag kosten zusammen ca. € 2.078.
- Eine Storage-Lösung auf iSCSI-Basis kostet ca. € 2.000 mit redundanten Festplatten.
- Die Kosten für einen zusätzlichen Gigabit-Switch sind praktisch zu vernachlässigen (ab ca. € 30).
Zusammen kostet diese Lösung also ca. € 4.100.
Die Kosten für Software-Lizenzen eine Backup-Lösung usw. sind bei beiden Lösungen gleich hoch. Die hochverfügbare Lösung kostet in diesem Preisvergleich lediglich ca. € 1.700 mehr. Das klingt auf den ersten Blick recht viel, immerhin sind das 70 % Mehrkosten gegenüber der konventionellen Lösung. Doch berechnen Sie einmal, was ein Tag Ausfall kostet! Schon bei einem Betrieb mit 10 – 20 Mitarbeitern machen diese Kosten alleine was verlorene Arbeitszeit betrifft, schon mehr aus. Von entgangenem Umsatz, Schadenersatzforderungen der Kunden, Kosten für Überstunden usw. ganz zu schweigen. Ich behaupte hier einmal ganz kühn, dass sich die hochverfügbare Lösung praktisch immer rechnet. Vor allem, wenn man noch die größere Flexibilität bei der Datenspeicherverwaltung berücksichtigt. Ein iSCSI-System lässt sich im laufenden Betrieb einfach erweitern. Die Festplatten dafür sind mittlerweile ja recht billig geworden.
Sie haben Interesse, Ihre EDV hochverfügbar zu machen? Dann kontaktieren Sie uns! 12.12.2009
Langsam wird Windows Server 2008 R2 auch in produktiven Umgebungen immer häufiger eingesetzt. Auch ich habe am Wochenende meine Hyper-V-Server auf R2 aktualisiert (meine Upgrade-Erfahrungen habe ich ja vor kurzem in diesem Blog veröffentlicht).
Doch auch nachdem ich meine virtuellen Netze wieder in dem Zustand hatte, dass alle Ressourcen erreichbar waren, hörten die Probleme nicht auf. Konkret war die Performance der externen Netzwerkverbindungen der virtuellen Maschinen unter jeder Kritik.
Die Ursache liegt an einem neuen Feature, genannt TCP Chimney, das zwar schon der Windows Server 2008 beherrschte, aber nicht für virtuelle Maschinen. Dabei kann das Betriebssystem die Bildung verschiedener UDP und TCP Prüfsummen auf die Netzwerkkarte auslagern, sofern diese das beherrscht (was gar nicht so wenige tun) und der Treiber mitspielt (was das weitaus größere Problem ist). Derzeit sind das laut Windows Server 2008 R2 Hyper-V FAQ gezählte 4 Netzwerkkarten von Intel und Broadcom, davon 2 eher hochpreisige 10 GBit-Karten.
Und wie bekommt man die Performance jetzt in den Griff? Indem man diese Optionen in den Eigenschaften des Netzwerkkartentreibers in den virtuellen Maschinen alle deaktiviert:

Ich habe alle Optionen, die das Wort “Abladung” im Namen tragen deaktiviert und die Netzwerkperformance ist wieder auf gewohntem Niveau. Sonderbar ist nur, dass Microsoft behauptet, dass TCP Chimney standardmäßig abgeschaltet ist. Bei allen virtuellen Maschinen, die mir in den letzten zwei Wochen untergekommen sind, war es eingeschaltet. 06.12.2009Heute habe ich meinen Windows Hyper-V Server 2008 auf R2 aktualisiert. Das Upgrade lieft grundsätzlich nicht schlecht. Aber anscheinend hat der Upgrade-Prozess etwas Probleme, wenn der Server mehr als eine Netzwerkkarte auf verschiedenen Netzwerken hat. Konkret ist mein Server mit 3 physischen Netzwerkkarten ausgestattet, die alle in unterschiedlichen Netzwerken hängen. Nach dem Upgrade konnte ich nur bei einem Netzwerkadapter die IP-Adresse konfigurieren. Alle anderen waren nur für die virtuellen Maschinen verfügbar. Ein Löschen der virtuellen Netzwerke war leider auch nicht mehr möglich, der Virtuelle Netzwerk-Manager lieferte ständig Fehlermeldungen. In meiner Verzweiflung löschte ich dann einige Registry-Einträge und startete mehrmals neu in der Hoffnung, dass sich das Problem dabei selbst heilen würde. Leider half das alles nicht und ich kam vom Regen in die Traufe. Nun ließen sich überhaupt keine Netzwerke mehr verwalten. Dass der Hyper-V-Server keine grafische Oberfläche hat, machte die Sache auch nicht leichter. Im Internet finden sich zwar zahlreiche Hilfestellungen für dieses Problem, doch alle sind auf grafische Benutzerschnittstellen zugeschnitten, die ich nicht habe. Letzlich half mir dieser Blog-Eintrag auf die richtige Spur. Hier die Kurzfassung: Zuerst deinstallierte ich das virtuelle Switch-Protokoll mit dem Kommando netcfg –u vms_pp Im Blog wird anschließend ein Neustart empfohlen. Ich denke, man kommt auch ohne aus. Schaden kann er sicher nicht. Dann wird mit netcfg –c p –i vms_pp der virtuelle Switch wieder installiert. Im Gegensatz zum Blog habe ich keinen Speicherort für die inf-Datei angegeben. Dies führte bei mir nämlich immer zu Fehlermeldungen. Ohne –l Parameter ging es dann. Das Blog empfiehlt danach wieder einen Neustart. Auch den halte ich für verzichtbar. Nun hatte ich Glück: Die Netzwerkschnittstellen schienen bei ipconfig wieder auf und – oh Wunder – hatten sogar wieder ihre IP-Adressen. Allerdings waren alle virtuellen Netzwerke futsch. Dank gewissenhafter Dokumentation waren die aber auch im Nu wiederhergestellt. Allerdings musste ich dann noch in allen virtuellen Maschinen die Netzwerkadapter neu verbinden. War auch nur eine Frage von wenigen Klicks. Dann starteten die Maschinen auch wieder. Nun habe ich wieder meinen Hyper-V-Server und jetzt sogar mit Clustering und Live Migration! 27.11.2009
Peter L. steht auf einem Small Business Server 2008 vor folgender Problemstellung:
Ein Kunde möchte ausgehende externe E-Mails nur für berechtigte Benutzer erlauben. Jeder darf intern über Exchange mailen. Mails nach außen darf aber nur eine Person oder Gruppe. Eigentlich sollte das doch eine simple Anforderung sein?
Ja, das ist eine simple Anforderung und Exchange 2007 kann im Small Business Server sogar noch einiges mehr. Die wahrscheinlich beste Antwort lautet "Transport-Regel". Aber fangen wir langsam an.
Zunächst startet wir, wie zu erwarten war, die Exchange-Verwaltungskonsole. Im Kontext-Menü von Hub-Transport in der Organisationskonfiguration kann eine neue Transportregel erstellt werden.
Zunächst geben wir einen Namen und auf Wunsch auch ein Kommentar ein.
Die Regel soll nur für Mails gelten, die an Personen außerhalb der Organisation gesendet werden. Deshalb aktivieren wir die entsprechende Option. Standardmäßig wird dann aber innerhalb der Organisation ausgewählt. Durch Klick auf den Hyperlink im unteren Bereich des Dialogs lässt sich das aber leicht ändern.
Jetzt kommen wir zum Kernpunkt unserer Regel, nämlich, welche Aktion ausgeführt werden soll. Wir wollen diese Nachrichten blockieren. Ich aktiviere dazu einfach die Option, einen Unzustellbarkeitsbericht sendet. Wenn man die Standardfehlermeldung und den Code nicht mag, kann dies durch Klick auf die entsprechenden Hyperlinks ändern.
Wir wollen aber bestimmten Personen sehr wohl das Senden ins Internet erlauben. Deshalb sind die Ausnahmen sehr wichtig. Für eine bessere Wartbarkeit empfiehlt sich der Einsatz einer Verteilergruppe. Daher aktivieren wir die Option außer, wenn die Nachricht von einem Mitglied einer Verteilerliste stammt.
Ein Klick auf den Hyperlink im unteren Bereich liefert uns einen Dialog zur Auswahl einer oder mehrere Verteilerlisten.
Am Schluss bekommen wir noch eine Zusammenfassung. Durch Klick auf Neu wird die Regel erstellt.

22.11.2009In den nächten Tagen sollte das T-Mobile Pulse in den Shops auftauchen. Nach mehr als drei Wochen ausführlichen Tests ist es Zeit, ein Fazit zu ziehen. Das hat mir gefallen: Das T-Mobile Pulse ist sehr einfach zu bedienen. Man kann es mit dem flexiblen Startbildschirm und zahlreichen Anwendungen aus dem Market einfach an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Es ist für ein Smartphone relativ klein und sehr leicht. Die Akkulaufzeit ist für intensive Nutzer sicher ausreichend. Besonders viel Spaß hatte ich mit allen Arten von Web-Anwendungen, wenn auch die Leistung und Stabilität des Browsers noch verbessert werden könnte. Gefallen hat mir aber, dass ich in den drei Wochen das Telefon nie neu starten musste, auch wenn hin und wieder die eine oder andere Anwendung abstürzte. Das hat mir nicht gefallen: Im geschäftlichen Einsatz machte das Pulse keine so gute Figur. Die Synchronisation mit einer Exchange-Mailbox war als eher holprig zu bezeichnen. Selbst wenn man die Google-Dienste verwendet, muss man mit langen Wartezeiten auf Mails rechnen. Die Integration der Anwendungen untereinander ist auch noch nicht perfekt. Die Bluetooth-Anbindung ist ebenfalls verbesserungswürdig. Zuletzt muss noch der Akku-Verbrauch im Standby-Betrieb kritisiert werden. Selbst wenn man das Pulse fast nicht benutzt, sollte man sich auf tägliches Laden gefasst machen. Mein HTC TyTN hält da mehrere Tage durch. Die Akku-Laufzeit scheint also ziemlich unabhängig von der Nutzungsintensität zu sein. T-Mobile Pulse für wen? Ich würde das T-Mobile Pulse vor allem SmartPhone-Einsteigern empfehlen, denen ein iPhone zu teuer und zu unflexibel und denen Windows Mobile zu kompliziert in der Bedienung ist. Gute Figur macht es vor allem in der Freizeit. Das kommt vor allem bei Jugendlichen gut an. Die Testaktion zum T-Mobile Pulse ist leider zu Ende. Zeit also für ein letztes Fazit. Bevor ich allerdings zum Fazit komme, hier noch ein Artikel zum Thema Freizeit mit dem Pulse. Natürlich ist das Pulse mit Audio- und Video-Playern ausgestattet. Leider unterstützt der Audio-Player keine Playlists des Windows Media Players, obwohl er sich ganz gut mit diesem Synchronisieren lässt, weil es sich am PC wie ein USB-Speichergerät verhält. Mit iTunes lässt es sich naturgemäß nämlich überhaupt nicht synchronisieren. Bei den Video-Formaten ist das Pulse leider etwas eingeschränkt. Einen Großteil meiner Videos hätte ich konvertieren müssen. Die Bedienung des Audio-Players wirkt etwas verspielt und nicht allzu effizient, ist aber durchaus brauchbar. Wie schon früher einmal erwähnt unterstützt das Pulse leider nicht den Titelsprung, wenn man ein Bluetooth-Headset koppelt. Im Market habe ich noch interessante Fitness-Anwendungen gefunden. Die kostenlose Anwendung SportyPal misst die beim Sport zurückgelegte Distanz per GPS. Anhand von Profilen und der eingestellten Aktivität (z. B. Radfahren oder Laufen) werden auch die verbrauchten Kalorien angezeigt. Noch mehr kann der CardioTrainer, der auch Trainingsprogramme anbietet. Im Gegensatz zu SportyPal kann er mittels Bewegungssensor auch die Distanz messen, wenn GPS nicht zur Verfügung steht. Nette Zusatzfunktionen, wie Vergleichsrennen oder ein integrierter Musik-Player runden diese tolle Anwendung ab. Naturgemäß können aber all diese Anwendungen nicht den Puls des Sportlers messen, was für ein ordentliches Training aber unbedingt nötig wäre. Nichtsdestotrotz sind beide Anwendungen eine tolle Ergänzung für die Pulsuhr, wenn diese nicht über eine Distanzmessung verfügt. Neben technisch so interessanten Anwendungen stehen im Market auch viele weniger anspruchsvolle, aber durchaus nützliche Anwendungen zur Verfügung. Besonders gefallen hat mir die Anwendung “Schlips & Kragen”, die nützliche Bekleidungstipps für den Mann von Welt bietet. Ich gebe zu, dass ich damit neue Krawattenknoten erlernt habe. Täglich für gute Laune sorgt die Anwendung Dilbert mit immer neuen Cartoons. Keine Frage: In der Freizeit spielt das T-Mobile Pulse wahrscheinlich seine größten Stärken aus. Es macht einfach Spaß! 17.11.2009Nach den eher ernüchternden Versuchen, das T-Mobile Pulse mit unserem Exchange Server zu synchronisieren, dachte ich mir, probier’s doch mal mit der “Cloud”, genauer mit Google. Immerhin ist ja das Betriebssystem Android maßgeblich von Google mitentwickelt worden, also muss das doch viel besser gehen. Todesmutig eröffnete ich also einen Google Mail Account, übertrug alle meine Kontakte und Termine vertrauensselig auf die Festplatte des Bösen und synchronisierte. Erste positive Überraschung: Plötzlich waren alle meine Kontakte da und nicht nur 500, wie bei meinen Sync-Versuchen mit Exchange. Zweite positive Überraschung: Auch bei den Terminen gibt es nichts zu meckern. Besser noch: Das T-Mobile Pulse unterstützt sogar mehrere Kalender, die man sich über Google Calendar konfiguriert hat. Man kann sie am Telefon ein- und ausblenden und Termine in jeden beliebigen eintragen. Theoretisch kann man so auch ganz einfach in Termine seiner Kollegen Einblick nehmen. Sehr gut! Da kann sich Windows Mobile mal was abschauen. Was hingegen nicht so gut funktionierte, ist die Synchronisation. Nirgends lässt sich ein Intervall einstellen. Und von Push kann bei weitem nicht die Rede sein. In mehreren Tests dauerte es mehrere Stunden bis eine Mail auf dem Telefon erschien. Da ist man wohl zwischenzeitlich schon längst wieder bei einem PC angelangt. Ich kann zwar auch manuell synchronisieren, doch verbirgt sich die entsprechende Option in den Einstellungen und ist nur mühsam zu erreichen. Fazit: Für Einzelunternehmer und den privaten Einsatz ist die Synchronisation mit Google sicher brauchbar. 16.11.2009Der heutige Artikel stammt von meinem Sohn Paul Korecky (15 Jahre alt): Anwendungen und Spiele unter Android zu installieren ist sehr einfach. Nach einem Antippen der Market-Anwendung wird man durch ein sehr klares und übersichtliches Interface bis zur Installation geführt, die nur ein paar Sekunden dauert. Es gibt ein irrsinnig großes Angebot an kostenlosen Spielen im Market. Klassiker wie Snake und Pong bis zu ausgefallerenen Spielen wie Air Attack, ein Spiel, wo man vom Boden aus Flugzeuge abschießen muss, alles ist vorhanden. Nicht alle Spiele sind gut mit der Hardware verwendbar. Es macht zum Beispiel nicht wirklich viel Spaß, mit einem Trackball Snake zu spielen - das wurde einfach für die Verwendung mit Pfeiltasten entwickelt, die diesem Handy aber fehlen. Bei Tic-Tac-Toe fand ich es schade, dass der Computer wirklich sehr einfach zu besiegen war - zu zweit macht das schon deutlich mehr Spaß. Was mir nicht gefällt: Die Liste der installierten Programme ist nur alphabetisch sortiert. Wenn man viele Programme installiert hat, wird das mit der Zeit unübersichtlich. Ich hätte gerne die Möglichkeit, meine Programme in verschiedene Kategorien (zum Beispiel "Spiele", "Tools", "Organizer" usw.) einzuteilen. Noch besser wäre es, wenn das auf Grund der Kategorisierung im Market sogar automatisch geschehen würde.
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