Zum Hauptinhalt wechseln

Der NTx Blog

Geschichten über Technik, und was sonst noch in der IT passieren kann ...

Blogspace
  

Tipps zu servergespeicherten (Roaming) Benutzerprofilen

Servergespeicherte Benutzerprofile haben ein zweifelhaftes Image. Einerseits sind sie ja recht praktisch: Benutzer können von einem Computer zu einem anderen wechseln und ihre Einstellungen wandern mit. Auch wenn Computer ersetzt werden sind die Roaming Proiles praktisch, weil alle Einstellungen vom Server bezogen werden können.

Tipp 1: Servergespeicherte Profile beschleunigen

Der Hauptnachteil von servergespeicherten Profilen ist, dass sich die An- und Abmeldezeiten deutlich erhöhen. Vor allem in den Ordnern Eigene Dateien bzw. Dokumente und dem Desktop, aber auch in den Anwendungsdaten sammeln sich jede Menge wichtige oder unwichtige Dateien an.

Schon seit Windows 2000 können diese Ordner auf einen Server umgeleitet werden. Sie sind dann nicht mehr im Profil enthalten. Sie werden jedoch automatisch auch offline verfügbar gemacht, wodurch sich für den Benutzer fast nichts ändert. Allerdings werden die Offline-Dateien u. U. bei der Abmeldung synchronisiert, wodurch dieser Vorgang wieder verzögert wird. Dieser Vorgang kann jedoch vom Benutzer abgebrochen werden, wenn er oder sie es eilig hat. Auf Desktop-Computern können die Offline-Dateien auch deaktiviert werden.

Um die Ordnerumleitung zu konfigurieren, konfigurieren Sie die Gruppenrichtlinieneinstellungen unter Benutzerkonfiguration\Richtlinien\Windows-Einstellungen\Ordnerumleitung

Sie müssen vorher eine Dateifreigabe auf einem Server einrichten. Die Benutzer müssen dort das Recht haben, Ordner zu erstellen, der Ersteller von Dateien muss außerdem Vollzugriff haben. Die Freigabeberechtigungen sollten jedem Vollzugriff ermöglichen.

Je nach Einstellung können bei der ersten Anmeldung des Benutzers automatisch alle Dateien an den neuen Ort verschoben werden. Dies kann etwas dauern. Vergessen Sie nicht, Ihre Benutzer vorher darüber zu informieren. Wenn der Vorgang übrigens fehlschlägt, ist das nicht weiter tragisch. Windows behält dann den alten Pfad bei. Im Ereignisprotokoll finden Sie Hinweise zur Fehlerbehebung.

Vorsicht ist beim Ordner Appdata(Roaming) bzw. Anwendungsdaten geboten: Hier legen viele Anwendungen ihre Einstellungen ab. Der Ordner kann recht groß werden und auch viele Dateien enthalten. Es ist durchaus empfehlenswert, diesen auf einen Server zu verlegen. Aber: Manche Anwendungen kommen partout nicht mit einem UNC-Pfad zurecht. Daher sollte diese Einstellung vorher ausführlich getestet werden.

Tipp 2: Servergespeicherte Profile weiter beschleunigen

Entgegen vielen Berichten und Mutmaßungen spielt für die Performance jedoch weniger die absolute Größe des Profils eine Rolle, sondern vielmehr die Anzahl der Dateien, die in dem Profil enthalten sind. Entgegen einer allgemeinen Meinung wird nämlich nie das komplette Profil kopiert, sondern es findet immer ein Abgleich zwischen Server und Client basierend auf den Zeitstempeln der Dateien statt. Zwischen An- und Abmeldevorgang ändern sich meist nur wenige Dateien. Der Abgleich vieler kleiner Dateien dauert aber seine Zeit.

Ich empfehle daher, die folgende Gruppenrichtlinieneinstellung zu konfigurieren:

Benutzerkonfiguration\Richtlinien\Administrative Vorlagen\System\Benutzerprofile\Verzeichnisse aus servergespeichertem Profil ausschließen

Die Einstellung sollte aktiviert werden und folgender Wert sollte eingetragen werden (für Windows 7 bzw. Windows Vista): AppData\Roaming\Microsoft\Office\Recent;AppData\Roaming\Microsoft\SharePoint Designer\ProxyAssemblyCache;AppData\Roaming\Microsoft\Web Server Extensions\Cache;AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Recent

Diese Verzeichnisse enthalten alle oftmals viele kleine Dateien. Nachteil ist, dass die zuletzt geöffneten Dateien nicht mehr konsistent auf allen vom Benutzer verwendeten Computer zur Verfügung stehen. Dies lässt sich aber durchaus verschmerzen. Wenn es nicht alle Verzeichnisse auf Ihren Computern gibt, macht das übrigens überhaupt nichts.

Natürlich ist diese Einstellung nur dann sinnvoll, wenn Sie Appdata(Roaming) nicht gemäß Tipp 1 umleiten konnten.

Tipp 3: Administratoren Zugriff auf die servergespeicherten Profile geben

Standardmäßig darf nur der Benutzer auf sein Profil auf dem Server zugreifen. Dies erschwert das Troubleshooting enorm. Aktivieren Sie die Gruppenrichtlinieneinstellung Benutzerkonfiguration\Richtlinien\Administrative Vorlagen\System\Benutzerprofile\Sicherheitsgruppe “Administratoren” zu servergespeicherten Profilen hinzufügen, und schon können Sie als Administrator auf die Benutzerprofile am Server zugreifen.

Tipp 4: Benutzerprofil im Hintergrund synchronisieren

Wenn Sie meinen Tipp 1 beherzigt haben, hat das auch den Vorteil, dass nun ein Benutzer auch bei zwei Computern gleichzeitig angemeldet sein kann und der Desktop und der Dokumente-Ordner trotzdem auf beiden Computern immer synchron ist, weil er ja auf dem Server liegt. Wenn sich ein Benutzer aber an einem Computer anmeldet, Einstellungen in der Registrierung (z. B. den Desktop-Hintergrund) ändert, angemeldet bleibt, und sich dann an einem zweiten Computer anmeldet, wird er diese Einstellung dort nicht vorfinden. Schlimmer noch: Meldet sich der Benutzer vom ersten Computer zuerst ab und dann vom zweiten, geht diese Einstellung sogar verloren.

Dies lässt sich ab Windows 7 verhindern, indem die Gruppenrichtlinieneinstellung Benutzerkonfiguration\Richtlinien\Administrative Vorlagen\System\Benutzerprofile\Registrierungsdatei für servergespeichertes Benutzerprofil im Hintergrund hochladen, während der Benutzer angmeldet ist aktiviert wird und am besten auf das festgelegte Intervall von z. B. 1 Stunde konfiguriert wird. Die ntuser.dat (aber leider nur diese) wird dann regelmäßig auf den Server kopiert, auch wenn der Benutzer noch angemeldet ist.

Beachten Sie, dass das obige Szenario selbst mit dieser Einstellung immer noch auftreten kann, aber es ist doch etwas unwahrscheinlicher geworden.

Tipp 5: Veraltete Benutzerprofile löschen

Wenn man servergespeicherte Benutzerprofile implementiert müsste man die Profile ja eigentlich auf den Clients nicht mehr halten. Aus Geschwindigkeitsgründen sollte man das aber dann doch tun, will man nicht, dass bei jeder Benutzeranmeldung das komplette Profil heruntergeladen werden muss.

Auf Computern, die von vielen verschiedenen Benutzern verwendet werden. können diese Profile jedoch die Festplatte erheblich anfüllen. Seit Windows Vista ist es möglich, Benutzerprofile, die eine gewisse Zeit nicht mehr verwendet wurden und daher wohl hoffnungslos veraltet sind, automatisch von der Festplatte zu löschen. Konfigurieren Sie dazu die Gruppenrichtlinieneinstellung Benutzerkonfiguration\Richtlinien\Administrative Vorlagen\System\Benutzerprofile\Benutzerprofile, die älter als eine bestimmte Anzahl von Tagen sind, beim Systemstart löschen. Ich empfehle eine Einstellung zwischen 7 und 30 Tagen.

Ich hoffe, ich habe mit diesen Tipps dazu beigetragen, dass Sie als Administrator als auch ihre Benutzer mehr Freude an dieser alten, aber zweckmäßigen Technologie haben.

Tipp 6: Korrupte Benutzerprofile vermeiden

Eine der häufigsten Ursachen für korrupte servergespeicherte Benutzerprofile ist ein eingeschaltetes Offline-Caching. Das Offline-Caching sollte daher auf der Freigabe, die für die Benutzerprofile verwendet wird, deaktiviert werden.

Das Comeback von Microsoft

Letztes Jahr haben ja viele Kommentatoren Microsoft schon abgeschrieben. Zu viele Trends wurden verschlafen. Windows Vista war ein Flop, der Zune Media Player zu spät und daher auch ein Flop und MSN Search verwendeten nur Leute, die zu faul waren, die Voreinstellungen im Internet Explorer zu ändern. Und da war noch Windows Mobile: Technisch ein gute Betriebssystem für Telefone, aber die Bedienung! Zunächst orientierte man sich am Desktop-PC, um dann (in Windows Mobile 5) in Richtung der auch nicht gerade attraktiven Bedienung klassischer Telefone à la Nokia zu gehen. Anfang dieses Jahres haben dann viele Kommentatoren schon Wetten darauf abgeschlossen, dass Steve Ballmer kein Jahr mehr Microsoft-Chef bleiben wird.

Doch abseits aller Unken-Rufe hat Microsoft seit dem Vorjahr einen richtigen Lauf. Im Frühjahr 2009 startet man mit Bing eine Suchmaschine, die stetig Marktanteile gewinnt und Google zumindest ebenbürtig ist, wenn sich auch noch einige signifikante Schwächen aufweist (mehr dazu unten). Dann kam Windows 7 und machte Windows Vista fast vergessen. Jetzt haben wohl alle kapiert, dass Windows XP einen Nachfolger braucht und dieser Nachfolger Windows 7 heißt.

Der wahre Knalleffekt kam jedoch gestern am Mobile World Congress. Microsoft meldete sich auf dem SmartPhone-Markt zurück – und wie! Windows Phone Series 7 (dieser Name scheint die einzige signifikante Schwäche zu sein) definiert das Mobiltelefon neu und lässt selbst das iPhone, geschweige denn Android sehr alt aussehen. Kein anderes Telefonbetriebssystem fühlt sich derart aufgabenorientiert an. Und genau das ist es, was die Leute wollen. Sie wollen sich nachdenken darüber, welche App jetzt für die Aufgabe das Richtige ist, sie wollen ihren Job erledigen.

 

Windows Phone bringt Informationen zusammen, egal wo sie gespeichert sind: im Unternehmens-Adressbuch (Exchange), in Facebook, auf der SIM-Karte oder irgendwo im Web. Ja, Windows Phone bringt sogar Microsoft-Dienste zusammen, von denen man bisher kaum träumte. Windows Phone ist das Zune Phone, einschließlich Unterstützung für Zune Marketplace. Windows Phone ist auch die mobile XBox inklusive Unterstützung für XBox Live. Natürlich ist Windows Phone auch weiterhin das mobile Outlook – ActiveSync wird weiterhin unterstützt. Und Windows Phone ist auch der ultra-mobile SharePoint-Client mit einem komplett neuen Office Mobile.

Bei Windows Phone Series 7 hat sich Microsoft endlich auf alte Stärken rückbesinnt. Gleichzeitig werden die Hard- und Software-Partner stärker an die Kandare genommen. Hardware-Partner müssen ziemlich hohe Systemanforderungen erfüllen. Windows Phones sollen keine billigen, lahmen Enten sein. Die Hardware-Partner dürfen auch nicht mehr das Benutzer-Interface ändern. Ja, sie werden wohl weiterhin zusätzliche Anwendungen vorinstallieren dürfen. Gutes Stichwort! Alte Windows Mobile-Anwendungen werden nicht mehr funktionieren. Windows Phone Series 7 erfordert komplett neue Anwendungen mit einem komplett neuen User Interface-Design. Multi-Tasking wird nur mehr eingeschränkt unterstützt. Auch die Programmierer müssen sich also an strengere Richtlinien gewöhnen.

Besonders stark wird Bing in das Windows Phone integriert sein. Und das wirft leider auch die größte Frage auf. Bing ist ja derzeit nur in den USA wirklich gut. In den meisten anderen Ländern (einschließlich Österreich) ist Bing ja in Wirklichkeit nur eine umgefärbte MSN Search. Hier ein kleiner Vergleich:

Suche nach “Avatar” im österreichischen Bing

Suche nach “Avatar” im US-amerikanischen Bing

Das bedeutet, dass Microsoft Bing auch international endlich auf Vordermann bringen muss. Oder will sich Microsoft wie beim Zune weiterhin auf den amerikanischen Markt beschränken? Der Zune Marketplace ist ja in Europa auch noch immer nicht verfügbar. Microsoft ist mit Windows Phone Series 7 spät dran, um genau zu sein 3 Jahre zu spät. Eine weitere Verzögerung auf dem wichtigsten Mobilfunkmarkt (Europa) wird man sich nicht leisten können.

Wenn Microsoft bis Jahresende seine Hausaufgaben erledigt, zeichnet sich in den nächsten Jahren ein spannender Dreikampf auf dem SmartPhone-Markt zwischen Apple, Google und Microsoft ab. Und Noka? Auf dem Mobile World Congress war Nokia nicht einmal mit einem eigenen Stand vertreten. Und Symbian 3 wird höchstens das können, was das iPhone schon seit 2 Jahren kann. Neue Telefone wurden auch nicht angekündigt. Diese Firma hat sich wohl schon selbst abgeschrieben.

Doch was bedeutet all das für unsere Kunden und Partner? Die Botschaft ist klar: ActiveSync und Exchange werden die dominierenden Synchronisationsmechanismen für Unternehmen sein. Alle drei großen Mitspieler im SmartPhone-Markt unterstützen beinahe ausschließlich dieses Protokoll. Die gute Nachricht: Schon jetzt gibt es eine große Auswahl an Telefonen, die ActiveSync unterstützen. An der Infrastruktur muss also nichts geändert werden.

Mehr Informationen

Gizmondo
Sehr ausführlicher Artikel über Windows Phone Series 7

Channel9
Mehr als 20-minütiges Video zu Windows Phone Series, in dem alle Features demonstriert werden

Probleme mit Standard-Gateway (Default-Gateway): Reprise

Vor etwas über einem Jahr berichtete ich über ein Problem in den 32-Bit-Versionen von Windows Vista, das bei DHCP-Clients dazu führte, dass das Standardgateway falsch auf 0.0.0.0 eingestellt wurde, wenn der Computer aus Standby oder Ruhezustand zurückkehrt. Das Problem trat bei mir auf, wenn der Client eine 100 MBit-Anbindung ans Netzwerk hatte und der Server eine GBit-Anbindung. Laut diversen Berichten im Internet tritt das Problem auch noch unter Windows 7 auf.

Vorige Woche erreichte mich ein interessantes Mail dazu von Marco Stroppel. Ich möchte vorausschicken, dass ich die Aussagen technisch nicht geprüft habe, aber sie klingen für mich so plausibel, dass ich sie den geschätzten Lesern dieses Blogs nicht vorenthalten möchte. Außerdem finden sich ähnliche Berichte zuhauf im Internet (interessanterweise vor allem auf Russisch).

Anscheinend wird das Problem gar nicht von Windows selbst, sondern vom sogenannten mDNSResponder im Bonjour-Stack ausgelöst, einem Apple-eigenen Protokoll, das zur Erkennung diverser Netzwerkgeräte dient. Bonjour wird mit verschiedenen Produkten automatisch installiert. Die bekanntesten sind unter anderen Apple iTunes, Apple Safari und Adobe Photoshop CS3. iTunes verwendet das Protokoll z. B. zum Streamen von Musik über das Netzwerk.

Um zu prüfen, ob Bonjour installiert ist, reicht es, unter c:\program files (bzw. Programme) nach einen gleichnamigen Ordner zu suchen. In vielen Fällen reicht es, Bonjour über den normalen Weg über die Systemsteuerung zu deinstallieren. Sollte das nicht möglich sind, wird man Bonjour auch so los:

  1. Das Programm Dienste (Services bzw. Services.msc) mit administrativen Rechten öffnen und den Bonjour-Dienst beenden.
  2. Die folgenden Befehle in einer Eingabeaufforderung mit administrativen Rechten ausführen:
    c:
    cd %programfiles%\bonjour
    mdnsresponder –remove
    ren mdnsnsp.dll mdnsnsp.old
  3. Bonjour-Ordner löschen.
  4. Danacht evt. den Computer noch neu starten.

Marco Stroppel schreibt, dass dies das Problem löst. Sollte jemand andere oder zusätzliche Beobachtungen gemacht haben, freue ich mich über ein Feedback an Roman.Korecky@ntx.at.

Die Benutzeroberfläche von Office 2010: Veraltet und unlogisch

Ich setze auf meinem Notebook nun seit mehr als 2 Wochen die Beta von Office 2010 produktiv ein. Hier möchte ich einmal meine ersten Erfahrungen zusammenfassen.

Weder Word noch Excel sind mir besonders positiv oder negativ aufgefallen. Keine Abstürze, aber auch keine herausragenden Funktionen. An Excel stört mich nur, dass bestimmte eingelernte Tastenkombinationen (z. B. STRG + P, ALT + K um die aktuelle Markierung zu drucken) nicht mehr funktionieren. An die vielgelobte Backstage-View (Menü Datei) habe ich mich noch nicht gewöhnt.

Keinen Fortschritt kann ich bei der Oberfläche der Office-Anwendungen ausmachen. Das Menüband ist immer noch oben fixiert, was angesichts des nun schon jahrelangen Trends zum Breitbildschirm mehr als anachronistisch wirkt. Da war Office 2003 noch besser auf aktuelle Bildschirme anpassbar.

Das Menüband lässt sich nun eingeschränkt anpassen. Es lassen sich ganze Funktionsleisten und –gruppen ausblenden und die Reihenfolge ändern. Ob das den Helpdesks wirklich hilft, wage ich zu bezweifeln. Umgekehrt würden sich die Benutzer sicher noch weitgehendere Anpassungsmöglichkeiten wünschen. Hier setzt sich Microsoft also gekonnt zwischen die Stühle.

Besonders ärgerlich finde ich, dass es nach wie vor nicht möglich ist, Paletten (z. B. Farbpaletten) aus dem Menüband herauszuziehen und permanent am Bildschirm zu verankern. Diese Funktion war zumindest in den Office-Versionen 4.0 bis 2003, also mehr als 15 Jahre sehr wohl möglich und erleichterte z. B. das Einfärben von Powerpoint-Präsentationen gewaltig.

Die radikalsten Veränderungen hat wohl Outlook erfahren. Die Unterstützung für mehrere Exchange-Konten in verschiedenen Organisationen war schon überfällig und tröstet mich über den nach wie vor sehr wackelhaften IMAP4-Support hinweg. Bye, bye IMAP4! Jetzt muss das nur noch Windows Mobile lernen.

Die Oberfläche von Outlook 2010 ist hingegen gründlich misslungen. Das Menüband ist eine wilde Aneinanderreihung unzusammenhängender Funktionen. Mit dieser Meinung bin ich nicht alleine. Der bekannte IT-Journalist Georg Holzer, twitterte heute: “Das ist logisch ... Will man in Outlook 2010 alle Ordner exportieren, muss man "importieren" wählen :-)” Genauer gesagt, die Export-Funktion findet man Datei, Öffnen, Importieren…! Jeder weitere Kommentar erübrigt sich. Nur noch eines: Die Kategorien können immer noch nicht exportiert und importiert werden, was bis Outlook 2003 mit Tricks problemlos möglich war. Da die Kategorien im jeweiligen Mail-Konto gespeichert werden, ist das besonders bei der Verwendung mehrerer Exchange-Konten extrem lästig.

Jahrelang habe ich mir eigene Ansichten in Outlook definiert. Diese Arbeit scheint nun verloren zu sein. Denn wie ich meine definierten Ansichten verwende, blieb mir in zwei Wochen verborgen. [Update: Kollege Schindler hat mir gerade erklärt, wie man auf die Ansichten zugreift. Ansicht, Ansicht ändern. Nicht einmal so unlogisch :-)] Der absolute Hammer: Microsoft nimmt sich offensichtlich das iPhone zum Vorbild und lässt das Kopieren von Terminen in Outlook 2010 nicht mehr zu! Klar, mit gehaltener STRG-Tasten kann man einen Termin innerhalb von ein paar Wochen schon kopieren. Aber, wie kopiere ich einen Termin z. B. von Jänner auf August?

Und einen reproduzierbaren Absturz gibt es auch: Man ordne seine Kontakte nach Kategorie gruppiert an, klicke dann auf einen der Kategorietitel, um alle Kontakte dieser Kategorie zu markieren. Dann klicke ich auf Kategorisieren, um diesen Kontakten, eine andere Kategorie zuzuweisen – crash!

Eine Enttäuschung sind die Social Connectors. Sie sollen Informationen zum Absender einer Mail in verschiedenen sozialen Netzwerken anzeigen. Derzeit wird jedoch nur SharePoint 2010 unterstützt, nicht einmal das hauseigene SharePoint 2007, von Facebook, Twitter, Xing & Co ganz zu schweigen. Liebe Microsoft, so schwer kann das doch nicht sein, wie man an der Flut an Facebook- und Twitter-Clients sieht!

Rate ich deshalb von Office 2010 ab? Betonen muss man schon, dass es sich noch um ein Beta-Produkt handelt. Speziell bei den Social Connectors und den Abstürzen kann sich bis zum Release noch einiges ändern. Enttäuschend finde ich die Oberfläche, weil Microsoft offensichtlich nichts aus Office 2007 gelernt hat, ja einige Fehler sogar noch verschlimmert hat. Funktional wird es wohl aber keine Alternative zu Office 2010 geben, speziell im Zusammenspiel mit SharePoint 2010. Jedenfalls gibt es noch genug Raum für Verbesserungen in Office 2014.

Hochverfügbarkeit für’s kleine Budget

EInes der heißesten Features von Windows Server 2008 R2 ist sicher die sogenannte Live Migration in Hyper-V. So, das waren jetzt viele Buzz-Words auf einmal.

Begriffe kurz erklärt: Hyper-V, Migration, Clustering

Was ist Hyper-V? Hyper-V ist eine Technologie, mit der sich Computer virtualisieren lassen und die in ab Windows Server 2008 enthalten ist. Virtualisieren bedeutet, dass man viele “virtuelle” Computer auf einem physischen Computer laufen lassen kann, jeder davon mit eigener virtueller Hardware und eigenem Betriebssystem.

Von Migration spricht man bei virtuellen Maschinen dann, wenn eine solche Maschine von einem physischen Computer auf einen anderen verschoben wird. Bei der Quick Migration, die schon Windows Server 2008 beherrschte, wird dazu der RAM-Inhalt in eine Datei geschrieben (ähnlich dem Ruhezustand), dann die Kontrolle über den Datenspeicher der anderen physischen Maschine übergeben, die die virtuelle Maschine bei sich einrichtet und wiederherstellt. Je nach RAM-Größe und Geschwindigkeit des Datenspeichers kann das doch etliche Sekunden dauern.

Bei der Live Migration wird hingegen der RAM der virtuellen Maschine nicht mehr in eine Datei gespeichert, sondern direkt über das Netzwerk übertragen. Es kommt zu keiner Betriebsunterbrechung mehr.

Beide Migrationsmethoden setzen voraus, dass mindestens zwei physische Maschinen vorhanden sind, die in einem Failover-Cluster zusammengeschaltet sind. Ein solcher Cluster benötigt dazu noch einen gemeinsamen Datenspeicher, sodass beide Maschinen gleichwertig auf die Daten zugreifen können. Fällt eine Maschine in einem Cluster aus, übernimmt automatisch die andere Maschine die Aufgaben des Clusters. Clustering ist ein Feature der teuren Enterprise- und Datacenter-Versionen von Windows Server und ist seit mehr als 10 Jahren verfügbar. Früher hat man vor allem einzelne Anwendungen wie Exchange und SQL Server geclustert. Heute werden zunehmen nur mehr die virtuellen Maschinen geclustert. Die Anwendungen laufen dann in den virtuellen Maschinen, was nur wenig Geschwindigkeit kostet, aber viel einfacher einzurichten und zu administrieren ist.

Clustering gratis

Aufgrund der hohen Kosten für die Hardware und Lizenzen war Clustering bisher vor allem großen Unternehmen vorbehalten. Doch auch kleinere Unternehmen mit wenig IT-Budget brauchen nicht selten die Hochverfügbarkeit von bestimmten oder allen Server-Anwendungen. Und hier kommt die sensationelle Nachricht: Microsoft bietet nun eine bestimmte, aber sehr brauchbare Cluster-Lösung kostenlos an: Den Hyper-V Server 2008 R2. Dabei handelt es sich um einen vorkonfigurieren Server auf Basis des Windows Server 2008 R2 Enterprise Edition Core, das heißt ohne grafische Benutzeroberfläche. Für die komfortable Administration benötigt man zusätzlich noch einen Computer Windows Vista Business, Windows 7 Professional oder besser. Dies sollte aber auch in kleinen Unternehmen kein großes Problem darstellen.

Dieser kostenlose Hyper-V Server unterstützt Clustering und Live-Migration. Damit kann man ohne zusätzliche Lizenzkosten jede virtuelle Maschine hochverfügbar machen.

Damit wird es erstmals auch interessant, dezidierte KMU-Lösungen wie z. B. den Windows Small Business Server 2008 hochverfügbar zu machen.

Wann rechnet sich Hochverfügbarkeit mit Clustering?

Doch rechnet sich der Aufwand für die zusätzliche Hardware überhaupt mit ein kleines Unternehmen mit schmalem Budget? Ich habe hier einmal zwei Lösungen verglichen (alle Preisangaben völlig unverbindlich exkl. MWSt.):

1-Server-Lösung

Ein Dell PowerEdge R410 mit Festplatten als RAID 1, redundantem Netzteil, 2 CPUs, 8 GB RAM und geschäftskritischem Service-Vertrag kostet ca. € 2.411.

Hochverfügbare Cluster-Lösung
  • 2 Stück Dell PowerEdge R200 mit jeweils einem Prozessor, einer Festplatte, zwei Netzwerkkarten (davon eine 4-Port-Karte) und 8 GB RAM und Service am nächsten Arbeitstag kosten zusammen ca. € 2.078.
  • Eine Storage-Lösung auf iSCSI-Basis kostet ca. € 2.000 mit redundanten Festplatten.
  • Die Kosten für einen zusätzlichen Gigabit-Switch sind praktisch zu vernachlässigen (ab ca. € 30).

Zusammen kostet diese Lösung also ca. € 4.100.

Die Kosten für Software-Lizenzen eine Backup-Lösung usw. sind bei beiden Lösungen gleich hoch. Die hochverfügbare Lösung kostet in diesem Preisvergleich lediglich ca. € 1.700 mehr. Das klingt auf den ersten Blick recht viel, immerhin sind das 70 % Mehrkosten gegenüber der konventionellen Lösung. Doch berechnen Sie einmal, was ein Tag Ausfall kostet! Schon bei einem Betrieb mit 10 – 20 Mitarbeitern machen diese Kosten alleine was verlorene Arbeitszeit betrifft, schon mehr aus. Von entgangenem Umsatz, Schadenersatzforderungen der Kunden, Kosten für Überstunden usw. ganz zu schweigen. Ich behaupte hier einmal ganz kühn, dass sich die hochverfügbare Lösung praktisch immer rechnet. Vor allem, wenn man noch die größere Flexibilität bei der Datenspeicherverwaltung berücksichtigt. Ein iSCSI-System lässt sich im laufenden Betrieb einfach erweitern. Die Festplatten dafür sind mittlerweile ja recht billig geworden.

Sie haben Interesse, Ihre EDV hochverfügbar zu machen? Dann kontaktieren Sie uns!

Die Handbremse im Hyper-V Netzwerk lösen

Langsam wird Windows Server 2008 R2 auch in produktiven Umgebungen immer häufiger eingesetzt. Auch ich habe am Wochenende meine Hyper-V-Server auf R2 aktualisiert (meine Upgrade-Erfahrungen habe ich ja vor kurzem in diesem Blog veröffentlicht).

Doch auch nachdem ich meine virtuellen Netze wieder in dem Zustand hatte, dass alle Ressourcen erreichbar waren, hörten die Probleme nicht auf. Konkret war die Performance der externen Netzwerkverbindungen der virtuellen Maschinen unter jeder Kritik.

Die Ursache liegt an einem neuen Feature, genannt TCP Chimney, das zwar schon der Windows Server 2008 beherrschte, aber nicht für virtuelle Maschinen. Dabei kann das Betriebssystem die Bildung verschiedener UDP und TCP Prüfsummen auf die Netzwerkkarte auslagern, sofern diese das beherrscht (was gar nicht so wenige tun) und der Treiber mitspielt (was das weitaus größere Problem ist). Derzeit sind das laut Windows Server 2008 R2 Hyper-V FAQ gezählte 4 Netzwerkkarten von Intel und Broadcom, davon 2 eher hochpreisige 10 GBit-Karten.

Und wie bekommt man die Performance jetzt in den Griff? Indem man diese Optionen in den Eigenschaften des Netzwerkkartentreibers in den virtuellen Maschinen alle deaktiviert:

Ich habe alle Optionen, die das Wort “Abladung” im Namen tragen deaktiviert und die Netzwerkperformance ist wieder auf gewohntem Niveau. Sonderbar ist nur, dass Microsoft behauptet, dass TCP Chimney standardmäßig abgeschaltet ist. Bei allen virtuellen Maschinen, die mir in den letzten zwei Wochen untergekommen sind, war es eingeschaltet.

Wenn der virtuelle Netzwerk-Switch durcheinander gerät

Heute habe ich meinen Windows Hyper-V Server 2008 auf R2 aktualisiert. Das Upgrade lieft grundsätzlich nicht schlecht. Aber anscheinend hat der Upgrade-Prozess etwas Probleme, wenn der Server mehr als eine Netzwerkkarte auf verschiedenen Netzwerken hat. Konkret ist mein Server mit 3 physischen Netzwerkkarten ausgestattet, die alle in unterschiedlichen Netzwerken hängen.

Nach dem Upgrade konnte ich nur bei einem Netzwerkadapter die IP-Adresse konfigurieren. Alle anderen waren nur für die virtuellen Maschinen verfügbar. Ein Löschen der virtuellen Netzwerke war leider auch nicht mehr möglich, der Virtuelle Netzwerk-Manager lieferte ständig Fehlermeldungen. In meiner Verzweiflung löschte ich dann einige Registry-Einträge und startete mehrmals neu in der Hoffnung, dass sich das Problem dabei selbst heilen würde.

Leider half das alles nicht und ich kam vom Regen in die Traufe. Nun ließen sich überhaupt keine Netzwerke mehr verwalten. Dass der Hyper-V-Server keine grafische Oberfläche hat, machte die Sache auch nicht leichter. Im Internet finden sich zwar zahlreiche Hilfestellungen für dieses Problem, doch alle sind auf grafische Benutzerschnittstellen zugeschnitten, die ich nicht habe. Letzlich half mir dieser Blog-Eintrag auf die richtige Spur. Hier die Kurzfassung:

Zuerst deinstallierte ich das virtuelle Switch-Protokoll mit dem Kommando

netcfg –u vms_pp

Im Blog wird anschließend ein Neustart empfohlen. Ich denke, man kommt auch ohne aus. Schaden kann er sicher nicht. Dann wird mit

netcfg –c p –i vms_pp

der virtuelle Switch wieder installiert. Im Gegensatz zum Blog habe ich keinen Speicherort für die inf-Datei angegeben. Dies führte bei mir nämlich immer zu Fehlermeldungen. Ohne –l Parameter ging es dann. Das Blog empfiehlt danach wieder einen Neustart. Auch den halte ich für verzichtbar.

Nun hatte ich Glück: Die Netzwerkschnittstellen schienen bei ipconfig wieder auf und – oh Wunder – hatten sogar wieder ihre IP-Adressen. Allerdings waren alle virtuellen Netzwerke futsch. Dank gewissenhafter Dokumentation waren die aber auch im Nu wiederhergestellt. Allerdings musste ich dann noch in allen virtuellen Maschinen die Netzwerkadapter neu verbinden. War auch nur eine Frage von wenigen Klicks. Dann starteten die Maschinen auch wieder. Nun habe ich wieder meinen Hyper-V-Server und jetzt sogar mit Clustering und Live Migration!

Exchange 2007: Mail-Sperre für bestimmte Benutzer

Peter L. steht auf einem Small Business Server 2008 vor folgender Problemstellung:

Ein Kunde möchte ausgehende externe E-Mails nur für berechtigte Benutzer erlauben. Jeder darf intern über Exchange mailen. Mails nach außen darf aber nur eine Person oder Gruppe. Eigentlich sollte das doch eine simple Anforderung sein?

Ja, das ist eine simple Anforderung und Exchange 2007 kann im Small Business Server sogar noch einiges mehr. Die wahrscheinlich beste Antwort lautet "Transport-Regel". Aber fangen wir langsam an.

Zunächst startet wir, wie zu erwarten war, die Exchange-Verwaltungskonsole. Im Kontext-Menü von Hub-Transport in der Organisationskonfiguration kann eine neue Transportregel erstellt werden.

Zunächst geben wir einen Namen und auf Wunsch auch ein Kommentar ein.

Die Regel soll nur für Mails gelten, die an Personen außerhalb der Organisation gesendet werden. Deshalb aktivieren wir die entsprechende Option. Standardmäßig wird dann aber innerhalb der Organisation ausgewählt. Durch Klick auf den Hyperlink im unteren Bereich des Dialogs lässt sich das aber leicht ändern.

Jetzt kommen wir zum Kernpunkt unserer Regel, nämlich, welche Aktion ausgeführt werden soll. Wir wollen diese Nachrichten blockieren. Ich aktiviere dazu einfach die Option, einen Unzustellbarkeitsbericht sendet. Wenn man die Standardfehlermeldung und den Code nicht mag, kann dies durch Klick auf die entsprechenden Hyperlinks ändern.

Wir wollen aber bestimmten Personen sehr wohl das Senden ins Internet erlauben. Deshalb sind die Ausnahmen sehr wichtig. Für eine bessere Wartbarkeit empfiehlt sich der Einsatz einer Verteilergruppe. Daher aktivieren wir die Option außer, wenn die Nachricht von einem Mitglied einer Verteilerliste stammt.

Ein Klick auf den Hyperlink im unteren Bereich liefert uns einen Dialog zur Auswahl einer oder mehrere Verteilerlisten.

Am Schluss bekommen wir noch eine Zusammenfassung. Durch Klick auf Neu wird die Regel erstellt.

T-Mobile Pulse: Ein Fazit

In den nächten Tagen sollte das T-Mobile Pulse in den Shops auftauchen. Nach mehr als drei Wochen ausführlichen Tests ist es Zeit, ein Fazit zu ziehen.

Das hat mir gefallen:

Das T-Mobile Pulse ist sehr einfach zu bedienen. Man kann es mit dem flexiblen Startbildschirm und zahlreichen Anwendungen aus dem Market einfach an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Es ist für ein Smartphone relativ klein und sehr leicht. Die Akkulaufzeit ist für intensive Nutzer sicher ausreichend. Besonders viel Spaß hatte ich mit allen Arten von Web-Anwendungen, wenn auch die Leistung und Stabilität des Browsers noch verbessert werden könnte. Gefallen hat mir aber, dass ich in den drei Wochen das Telefon nie neu starten musste, auch wenn hin und wieder die eine oder andere Anwendung abstürzte.

Das hat mir nicht gefallen:

Im geschäftlichen Einsatz machte das Pulse keine so gute Figur. Die Synchronisation mit einer Exchange-Mailbox war als eher holprig zu bezeichnen. Selbst wenn man die Google-Dienste verwendet, muss man mit langen Wartezeiten auf Mails rechnen. Die Integration der Anwendungen untereinander ist auch noch nicht perfekt. Die Bluetooth-Anbindung ist ebenfalls verbesserungswürdig.

Zuletzt muss noch der Akku-Verbrauch im Standby-Betrieb kritisiert werden. Selbst wenn man das Pulse fast nicht benutzt, sollte man sich auf tägliches Laden gefasst machen. Mein HTC TyTN hält da mehrere Tage durch. Die Akku-Laufzeit scheint also ziemlich unabhängig von der Nutzungsintensität zu sein.

T-Mobile Pulse für wen?

Ich würde das T-Mobile Pulse vor allem SmartPhone-Einsteigern empfehlen, denen ein iPhone zu teuer und zu unflexibel und denen Windows Mobile zu kompliziert in der Bedienung ist. Gute Figur macht es vor allem in der Freizeit. Das kommt vor allem bei Jugendlichen gut an.

Spass mit dem T-Mobile Pulse

Die Testaktion zum T-Mobile Pulse ist leider zu Ende. Zeit also für ein letztes Fazit. Bevor ich allerdings zum Fazit komme, hier noch ein Artikel zum Thema Freizeit mit dem Pulse.

Natürlich ist das Pulse mit Audio- und Video-Playern ausgestattet. Leider unterstützt der Audio-Player keine Playlists des Windows Media Players, obwohl er sich ganz gut mit diesem Synchronisieren lässt, weil es sich am PC wie ein USB-Speichergerät verhält. Mit iTunes lässt es sich naturgemäß nämlich überhaupt nicht synchronisieren. Bei den Video-Formaten ist das Pulse leider etwas eingeschränkt. Einen Großteil meiner Videos hätte ich konvertieren müssen. Die Bedienung des Audio-Players wirkt etwas verspielt und nicht allzu effizient, ist aber durchaus brauchbar. Wie schon früher einmal erwähnt unterstützt das Pulse leider nicht den Titelsprung, wenn man ein Bluetooth-Headset koppelt.

Im Market habe ich noch interessante Fitness-Anwendungen gefunden. Die kostenlose Anwendung SportyPal misst die beim Sport zurückgelegte Distanz per GPS. Anhand von Profilen und der eingestellten Aktivität (z. B. Radfahren oder Laufen) werden auch die verbrauchten Kalorien angezeigt. Noch mehr kann der CardioTrainer, der auch Trainingsprogramme anbietet. Im Gegensatz zu SportyPal kann er mittels Bewegungssensor auch die Distanz messen, wenn GPS nicht zur Verfügung steht. Nette Zusatzfunktionen, wie Vergleichsrennen oder ein integrierter Musik-Player runden diese tolle Anwendung ab. Naturgemäß können aber all diese Anwendungen nicht den Puls des Sportlers messen, was für ein ordentliches Training aber unbedingt nötig wäre. Nichtsdestotrotz sind beide Anwendungen eine tolle Ergänzung für die Pulsuhr, wenn diese nicht über eine Distanzmessung verfügt.

Neben technisch so interessanten Anwendungen stehen im Market auch viele weniger anspruchsvolle, aber durchaus nützliche Anwendungen zur Verfügung. Besonders gefallen hat mir die Anwendung “Schlips & Kragen”, die nützliche Bekleidungstipps für den Mann von Welt bietet. Ich gebe zu, dass ich damit neue Krawattenknoten erlernt habe. Täglich für gute Laune sorgt die Anwendung Dilbert mit immer neuen Cartoons.

Keine Frage: In der Freizeit spielt das T-Mobile Pulse wahrscheinlich seine größten Stärken aus. Es macht einfach Spaß!

1 - 10 Weiter