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Herausforderer SharePoint 2010 
 

Obwohl die Sharepoint-Technologien bei Microsoft eine lange Geschichte haben, haben viele Kunden diese erst in der dritten Generation mit den Windows SharePoint Services 3.0 und Office SharePoint Server 2007 so richtig wahrgenommen.

Seitdem wachsen die Installationen der Plattform wie die sprichwörtlichen Pilze aus dem Waldboden nach einem warmen Sommerregen. Nächstes Jahr kommt schon wieder eine neue Version auf den Markt. Die Endanwender werden von einer aufgeräumten Oberfläche profitieren, die durch das schon aus Office 2007 bekannte Ribbon-Interface erreicht wird. Generell ist SharePoint nicht mehr eine Ansammlung von Listen, sondern arbeitet deutlich Seiten-orientierter. SharePoint verhält sich dabei wie ein riesiges Wiki.

War SharePoint Server 2007 ein Herausforderer für die etablierten Enterprise Content Management Systeme, wird es in der nächsten Version endgültig an die Spitze aufschließen und diese überholen. Automatisches Dokumenten-Routing, basierend auf Metadaten, unternehmensweite Taxonomien zur Beschlagwortung und eindeutige Dokument-ID, die auch Verschiebeoperationen überleben, sind nur einige der Features, die Sharepoint zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten machen werden.

Starken Einfluss auf die kommende SharePoint-Version haben Social Networking à la Facebook und Twitter. Leider macht SharePoint den Benutzer nicht ganz so elegant wie Facebook auf Änderungen aufmerksam, die ihn interessieren werden. Die schon in der aktuellen Version starken BI-Funktionen  werden noch einmal massiv ausgebaut. Die Excel-Dienste haben einige Kunststücke dazugelernt, Performancepoint Services werden integriert und erlauben die Echtzeit-Analyse von OLAP-Cubes direkt im Browser.

Der Business Data Catalog wird in Business Connectivity Services umbenannt und kann mit OLE DB-Datenbanken und Webdiensten umgehen. Diese externen Daten sind dann wie normale Listen in Sharepoint verfügbar. Die Daten können nicht mehr nur gelesen, sondern auf Wunsch auch zurückgeschrieben werden und auch Office-2010-Anwendungen zur Verfügung gestellt werden. In Outlook können sie beispielsweise als Kontakte oder Termine dargestellt werden.
 
Wer in SharePoint-Projekten steckt, sollte sich die neue Version unbedingt so früh wie möglich ansehen, damit nicht unnötig Features dazu programmiert oder gekauft werden, die in der neuen Version schon enthalten sind.