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Windows 7 - Ein erster Eindruck 
 

Vorab-Version von Microsofts neuem Betriebssystem verspricht bessere Performance und bringt praktische neue Features.

Bei der Installation der Beta-Version von Windows 7 wird man rundum positiv überrascht. Die Installation läuft zügig, und fast alle Geräte wurden erkannt – auch bei der x64 Version. Hier kommt auch gleich eine der neuen Funktionen zum Tragen: VHD Boot. Mit Windows 7 wird es erstmals möglich sein, das Betriebssystem auf einer virtuellen Festplatte zu installieren und zu booten. Der Vorteil liegt auf der Hand: Sind Änderungen am System geplant, wird vor der Änderung ein Snapshot erzeugt. Bei einem Fehler wird dieser Snapshot gelöscht, und das System befindet sich wieder im ursprünglichen Zustand. Diese Technologie wird besonders im Serverbereich interessant. Ein weiterer Pluspunkt ist die Geschwindigkeit. Wie überall im Netz behauptet, ist das System tatsächlich spürbar schneller. Vor allem beim Explorer fällt das auf – dieser ist nach einem Klick auf das neue Symbol sofort geöffnet.

Mouse-Gestures. Die Oberfläche „Aero“ wurde auch sinnvoll erweitert. In Windows 7 sind Funktionen hinzugekommen, die das Arbeiten tatsächlich angenehmer machen. Zusammengefasst handelt es sich dabei um Mouse-Gestures wie sie auch in diversen Browsern zu finden sind. Hier sollen zwei vorgestellt werden. Da wäre einmal das so genannte „Aero Snap“, welches es erlaubt, durch ein einfaches Ziehen des Fensters an den oberen Bildschirmrand dieses zu maximie- ren. Ein Ziehen nach unten kehrt den Effekt wieder um. Wird das Fenster an den linken oder rechten Fensterrand gezogen, wird es auf halbe Bildschirmgröße skaliert. Somit ist es ein Leichtes, zwei Fenster exakt nebeneinander anzuordnen. Die zweite neue Funktion nennt sich „Aero Shake it!“: Hat man viele Fenster geöffnet, so kann man durch Rütteln des aktiven Fensters alle restlichen Fenster minimieren – sehr praktisch. Auch hier kehrt ein nochmaliges Rütteln den Effekt um.

Verschlüsselung von USB-Sticks. Auch unter der Haube hat Microsoft einiges getan, um Windows 7 attraktiver zu gestalten. Das Power Management ist angepasst worden und unterstützt nun die neuesten Prozessortechnologien. Damit ist es zum Beispiel möglich, Prozessorkerne lastabhängig in einen Schlafzustand zu schicken – der Akku im Laptop wird’s Ihnen danken. Der Kernel wurde um einige Scheduler Deadlocks erleichtert – das sollte sich bei Rechnern mit mehreren Kernen bemerkbar machen.

Schließlich hat man mit „BitLocker to go“ und dem „AppLocker“ zwei neue Security Technologien integriert, die sehr interessant sind. Mittels „BitLocker to go“ können nun auch USB-Sticks verschlüsselt werden. Es ist auch möglich, zentral (über Gruppenrichtlinien) zu steuern, ob USB-Sticks verschlüsselt werden oder nicht. Sehr praktisch: Ein so verschlüsselter USB-Stick kann auch auf anderen Betriebssystemen gelesen werden – vorausgesetzt man kennt das Kennwort. Die „AppLocker“ Technologie erlaubt es, mittels Regeln nur bestimmte Anwendungen für die Ausführung auf einem System zu autorisieren. Auch dies ist in weiterer Folge zentral steuerbar.

Im Großen und Ganzen macht Windows 7 einen sehr guten Eindruck – und das bei einer Beta-Version. Bleibt zu hoffen, dass Microsoft die gute Qualität bis zur Veröffentlichung beibehält!