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Windows 7: Schöne neue Windows-Welt 
 

Nachdem dem Betriebssystem Windows Vista der endgültige Durchbruch versagt geblieben ist, setzt Microsoft große Hoffnungen in den Nachfolger Windows 7. Anfang Mai 2009 läuft der Löwenanteil der Windows-Desktops immer noch unter XP: 62 Prozent kann der Vista-Vorgänger laut Hitlink für sich verbuchen, während Windows Vista nur von 23 Prozent genutzt wird. Mit der Veröffentlichung des Release Canditate 1 (RC1), welcher ab heute für interessierte Nutzer kostenlos downloadbar ist, hat Microsoft nun die letzte Entwicklungsrunde für das neue Betriebssystem eingeläutet. Darin sind bereits alle Funktionene des fertigen Betriebssystems enthalten. "Das Interesse unserer Kunden daran ist groß", sagt Wolfgang Aigner, Geschäftsführer von NTx. So lassen einige Unternehmen Vista aus und migrieren gleich von XP zu Windows 7.

Damit dieser Umstieg möglichst problemlos erfolgt, liefert Microsoft den RC1 mit einem XP-Modus aus. Dieser ermöglicht es, innerhalb eines Windows 7-Systems ein virtuelles XP zu starten. Programme, die nur XP-kompatibel sind, können damit auch unter dem neuen Betriebssystem gestartet werden - und zwar ohne lästiges Neustarten des Computers. Windows 7 mit XP Modus ist allerdings nur in den professionellen Versionen inkludiert. Wer XP im Heimbereich will, muss sich eine eigene Virtualisierungslösung basteln, beispielsweise mit Virtual PC.

Fenster schütteln

In Sachen Sicherheit hat Windows dem RCI einige neue Features verpasst. So können über BitLocker und BitLocker to Go sensible Daten auf Laufwerken oder Wechseldatenträgern verschlüsselt werden. Auch für die Benutzeroberfläche hat sich Microsoft einiges einfallen lassen. Die Fenster lassen sich nun einfacher mit der Maus managen; einfaches Ziehen am Rand vergrößert oder verkleinert die Fenster. Wird der Desktop durch zu viele offene Fenster unübersichtlich, so können diese durch Schütteln am aktiven Fenster minimiert werden - das ist sehr praktisch.

Fazit: Windows 7 ist schneller und schont die Ressourcen stärker als Vista. Enttäuschte Anwender sollte Microsoft damit wieder zurückgewinnen. Wer sich selbst ein Bild machen will: Der Download ist ab heute möglich. Es handelt sich allerdings nach wie vor um eine Testversion, noch nicht das fertige Produkt. Zudem werden Nutzerdaten von Microsoft gesammelt. Sie sollen in die Verbesserung des Betriebssystems fließen.